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Ortungstechnologie

Ein Fortschritt für den Fußball?

RedFIR ist ein Ortungssystem, mit dem Fußballspiel-Daten analysiert werden können. Das System wird schon zu Trainingszwecken im Nürnberger Stadion genutzt. Der Einsatz einer solchen Technologie im Fußball wirft aber auch Zweifel auf. // Von Sabrina Heinen und Sandy Niedobecki

19.6.2013 // Ortungstechnologien sollen künftig einen Fortschritt im Fußball darstellen. Eine laufende Lokalisation von Spieler und Ball kann Spielverläufe nachvollziehbarer darstellen. Aufgenommene Daten können im Anschluss ausgewertet und in Form von Spielerstatistiken herangezogen werden. Die Technologie RedFIR des Fraunhofer Instituts für Integrierte Schaltungen in Erlangen wurde für die Erfassung von Fußballspieler-Daten entwickelt. Die Kosten für ein solches System sind jedoch hoch angesetzt und lassen die Frage aufkommen, wie realistisch ein verbreiteter Einsatz von RedFIR im Fußball ist.

Während eines Fußballspiels kommen häufig Fragen und Zweifel auf. Informationen zur Schnelligkeit und Technik der einzelnen Spieler können mit Hilfe von RedFIR gemessen und ausgewertet werden. Erfasste Daten laufen in einem Rechnernetz zusammen und können anschließend analysiert werden. Sie dienen der Information von Trainern - und zukünftig vielleicht auch von Zuschauern, die ein Spiel im Fernsehen verfolgen.

Hoher Preis für die Vereine

Die Kosten für RedFIR liegen im sechsstelligen Bereich. Ob sich ein so teures System durchsetzt, ist noch offen. Fußballfans schätzen das so ein:

Fußballfans und ihre Einschätzung zu den Kosten von RedFIR

Niedobecki/Heinen 04.06.2013

Die relativ hohen Kosten kann nicht jeder Verein tragen. Vor allem den unteren Ligen fehlt meist das Geld für teure Anschaffungen. In welchem Umfang sich der genaue Preis bewegt, hängt vom Einsatzgebiet ab. Der Sprecher des Projekts, René Dünkler vom Fraunhofer Institut sagt über RedFIR:

Dipl.-Wirt.-Ingenieur René Dünkler vom Fraunhofer Institut in Nürnberg 

Niedobecki/Heinen 04.06.2013

Einsatz von RedFir im Fußball

Im Nürnberger Stadion wird RedFIR bereits zu Trainingszwecken und bei Testspielen genutzt. Zuschauer und ihre Meinung zu dem Einsatz einer Ortungstechnologie im Fußball:

Fußballfans und ihre Meinung zu RedFIR 

Niedobecki/Heinen 04.06.2013

Fortschritt im Training durch RedFIR

Mithilfe des Systems können Spielzüge berechnet werden. Die Arbeit der Trainer kann dadurch unterstützt werden und den Spielern können strategische Fehler direkt aufgeführt werden. Dabei befindet sich jeweils ein Sender an den Fußknöcheln der Spieler und im Inneren des  Balls. Diese senden per Funk Signale an Empfangsantennen, welche die erfassten Daten an einen PC oder ein Tablet weiterleiten.

Bewegungsabläufe und die Anzahl der einzelnen Pässe der Spieler können mithilfe von Ortungstechnologien in Statistiken gespeichert werden. Zuschauer könnten während eines Spiels mit zahlreichen Information versorgt werden. Wie weit RedFIR in Vereine integriert wird, liegt jedoch bei den Vereinen selbst. Das Fraunhofer Institut versucht, den Nutzen dieses System im Fußball weiter auszudehnen.

Fraunhofer Institut IIS Nürnberg

1. FC Nürnberg

Sandy Niedobecki                       Sabrina Heinen

Sandy Niedobecki und Sabrina Heinen

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