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Girl's Day 2013

Mädchen suchen nach Sternen und Planeten 

Das Bonner Max-Planck-Institut hat am diesjährigen Girl's Day Schülerinnen dazu aufgerufen, das Universum zu entdecken. Unter dem Motto "Mädchen, greift nach den Sternen" erhielten sie einen Einblick in die Welt der Astronomie und Physik. // Von Nadine Sameena Ansar

15.7.2013 // Der Girls‘ Day lockte 45 an Astronomie interessierte Mädchen zwischen elf und sechzehn Jahren zum Bonner Max-Planck-Institut für Radioastronomie. In Zusammenarbeit mit dem Argelander-Institut der Universität Bonn wurde der Aktionstag vom Max-Planck-Institut veranstaltet. Am 25. April bieten jedes Jahr verschiedene Unternehmen und Institutionen den Girls' Day an, um Mädchen und Frauen für technische und naturwissenschaftliche Berufe zu begeistern. "Die Plätze für den Girl's Day waren innerhalb weniger Tage von den Schülerinnen belegt", sagt Ute Teuber, die Gleichstellungsbeauftragte und Organisatorin des Girl's Day im Max-Planck-Insitut für Radioastronomie.

Mädchen wollen etwas über Radioastronomie wissen

Als alle Mädchen eingetroffen sind und ihre Begrüßungsgeschenke erhalten haben, findet die offizielle Begrüßung durch Michael Kramer, den geschäftsführenden Direktor des Max-Planck Instituts, statt. Bereits zu Anfang deutet er darauf hin, wie wichtig Frauen in technischen Berufen sind. Als Beispiel nennt er die britische Radioastronomin Jocelyn Bell Burnell, die mitverantwortlich ist für das heutige Forschungsfeld der Radioastronomie.

Alltag der Astronomen

Danach folgt ein Vortrag der Physikerin Nadya Ben Bekhti über den Forschungsalltag einer Astronomin. Mit einer anschaulich gestalteten Präsentation möchte sie den Schülerinnen zeigen, wie abenteuerlich die Arbeit im Bereich der Astronomie ist: "Jeder Tag ist anders, das ist das Spannende daran." Als Nadya Ben Bekhti einige Fragen stellt, wird schnell klar, dass die Mädchen schon viel über Sterne wissen. Dieses Wissen dürfen sie dann auch nach einer Konferenzschaltung zum Steuerraum des Radioteleskop Effelsberg in Workshops zur Schau stellen.

Workshops gewähren einen Einblick in die Radioastronomie

Davor gibt es noch eine Sicherheitsunterweisung und eine Führung durch die Labore sowie eine Pause, in der Pizza und selbstgemachtes Eis aus Stickstoff gegessen werden kann. Dann dürfen kleine Gruppen von Mädchen an den sechs verschiedenen Workshops in den Laboren teilnehmen. Im Workshop 1 können Mädchen in der Werkstatt Schlauchschellen aus Blechstreifen erstellen. Im Digitallabor findet der zweite Workshop statt, in dem gezeigt wird, auf welcher Spektrallänge Wellen auf der Spektrometerkarte liegen. Ein Gedächtnistrainer wird in Workshop 3 erstellt. Mit ihm kann gezeigt werden, wie eine elektronische Schaltung funktioniert. Drei Mädchen dürfen im vierten Workshop selbst löten und einen elektronischen Würfel bauen. Der fünfte Workshop bietet "eine Reise durch die Galaxie", bei der unter anderem die Entstehung von Sternen erklärt wird. Nach Planeten außerhalb unseres Sonnensystems wird im sechsten Workshop gesucht mit Hilfe der Transitmethode.

Wissen und Zukunftspläne der Mädchen

Zum Schluss findet ein Astronomisches Quiz statt, in dem das Wissen der Mädchen mit Fragen wie "Welche Planeten haben Ringe?" oder "Wie bewegen sich die Planeten um die Sonne?" auf die Probe gestellt wird. Die Siegerin gewinnt einen Ausflug zum Radioteleskop Effelsberg. Als bei der Verabschiedung noch gefragt wird, ob sich einige der Mädchen nun vorstellen könnten, einen technischen Beruf zu erlernen, gehen die Hände der meisten Mädchen im Raum hoch. Auch im nächsten Jahr soll der Girls" Day im Max-Planck-Institut für Radioastronomie wieder stattfinden.

Nicole Ansar

Nadine Sameena Ansar

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