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Praxissemester in... Daegu/Südkorea

Arigatou Japan - Let's rock Tokyo

Zum Besten eines Auslandssemester gehören die Reisen. Zum Beispiel während des Studiums in Südkorea nach Japan. // Von Luisa Schimainski

26.11.2012 // Das Beste an einem Auslandssemester ist das Reisen. Je nachdem, wo ihr seid, könnt ihr viele Trips zu verschiedenen Städten oder Ländern machen. So konnte ich mir eine langersehnte Wunschreise erfüllen und nach Japan bzw. Tokio fliegen. Das war Liebe auf den ersten Blick. Die Menschen sind sehr modern gekleidet und die Stadt ist sauber und modern. Vor allem hat Tokio viele verschiedene Gesichter und so viel zu bieten.

Meine kanadische Freundin und ich haben in einem kleinen Hostel in Asakusa übernachtet. Asakusa ist der traditionellste Stadtteil in Tokyo und spiegelt alt Japan wieder. Tempel und Einkaufsmeilen sind typisch japanisch, sowie wir es aus den alten Jackie-Chan-Filmen kennen. Da alle Stadtteile durch ein sehr gutes Straßenbahn System verbunden sind, konnten wir uns sehr leicht orientieren und fortbewegen.

Shibuya und Roopongi sind zwei weitere Stadtteile von vielen, welche sehr beliebt bei jungen Japanern sind, da dort viele Clubs und Partys sind.

Ein anderer Stadtteil ist Harajuku. Harajuku ist sehr speziell und berühmt für Mädchen, die sich in Kostümen auf der Straße zeigen. Beispielsweise als Hausmädchen oder Anime-Charaktere. Auch die Shoppingmeile ist sehr mädchenhaft gestaltet, womit ich meine: Vieles ist Pink!

Tokyo hat viele Facetten und ich kann nur empfehlen eine Reise dorthin in Erwägung zu ziehen. Allerdings würde ich viel Geld sparen, da Tokyo teuer ist. Und mit teuer meine ich wirklich unverschämt teuer. Ein Mittagessen kostet schon zwölf Euro, ein Bier kostet sechs Euro, ein Eis: sechs Euro. Das sind nur Beispiele und es ist durchaus möglich preiswerter zu essen oder zu trinken aber dafür braucht man Glück und Geduld.

Stadt der Masken...

... auch unter dem Namen Andong bekannt. Diese Stadt ist eine der traditionellsten Städte in Korea berühmt für seine Masken Feste und "Jim Dak". Bei "Jim Dak" handelt sich um Nudeln, Gemüse, Hähnchen, Soße und Kartoffeln. Wirklich super lecker. Nach einer Stunde mit dem Bus, sind wir im traditionellen Dorf angekommen und haben erst mal "Jim Dak" gegessen. Eine lustige Frage die uns Koreaner immer stellen ist: Könnt ihr auf dem Boden sitzen und könnt ihr mit Stäbchen essen? Ja können wir und werden hier dafür wie Rockstars bewundert. Da es in manchen Geschäften keine Gabeln gibt, haben wir auch kaum eine andere Wahl.

Den Maskentanz fand ich ein wenig komisch, gruselig, da es doch eine andere Art von Tanz ist als bei uns in Deutschland. Die Landschaft in Andong ist wunderschön und das traditionelle Dorf ist sehr fazinierend. Das interessante ist, das es tatsächlich bewohnt ist. Könnt ihr euch vorstellen, jeden Tag Touristen zu sehen, die Fotos von euch schießen während ihr eure Wäsche wascht?

Was machen Austauschstudenten in ihrer Freizeit in Korea...?

Party, Trinken und Ausschlafen? Ich möchte ja nicht lügen und schreiben wir würden hier nicht feiern gehen. Wir gehen wirklich oft aus. In Clubs oder Bars und das auch unter der Woche. Doch dazu muss ich sagen, dass dies Teil der koreanischen Kultur ist. Hier wird nämlich selten zu Hause gegessen, sondern eher mit Freunden oder Kollegen in einem Restaurant. Koreanisches Barbecue "all you can eat", Chinesische Suppen oder die "Mandu" Küche, wobei es sich um einen kleinen Laden handelt, der von Hausfrauen geführt wird. Sehr lecker und preiswert.

Auch Shopping ist hier nicht so teuer, wobei sich das kaum von Deutschen Preisen unterscheidet. Im Stadtzentrum gibt es wirklich viele verschiedene Geschäfte. Von Zara, H&M und Nike bis hin zu den kleinen Seitenstraßen, die ein bisschen suspekt aussehen, muss ich zugeben. Was stark auffällt sind die Kleidergrößen in Korea, da überwiegend Größe S verkauft wird. Koreaner haben einen Schönheitswahn. Möglichst schlank zu sein, ist hier ein Muss und viele Frauen hungern dafür, schaffen es dann manchmal nicht und sind somit unzufrieden mit sich selbst.

Auch gibt es in jeder Straße sehr viele Kosmetikgeschäfte, die eigentlich alle das gleiche verkaufen aber trotzdem immer voll sind. Während wir nur Creme und Make up benutzen, verwenden Koreanische Frauen 5 verschiedene Gesichtsprodukte und beenden das Ganze Mit Rouge und weißem Puder, da weiße Haut hier als Schönheitsideal gesehen wird.

...das ist Service

Was gibt es in Deutschland umsonst? Richtig... eigentlich nichts. Als ich das erste Mal in Korea essen war, bekamen wir zu unserem Gericht Wasser, Cola, Gemüse und Nachtisch...umsonst. Ich war ziemlich verwundert und fragte meine Freundin ob wir das bestellt haben. Sie schüttelte nur den Kopf und sagte "Das ist Service ... habt ihr das nicht?" Ehm ja, haben wir nicht. Ich liebe den sogenannten Service in Korea. Wasser ist generell immer umsonst und Nebengerichte gibt es meist auch zur Hauptspeise dazu. Viele Restaurants werben auch damit, dass der Nachtisch gratis ist. Es gibt sogar ein Restaurant im Stadtzentrum, in dem man so viel Nachtisch bestellen kann wie man möchte.

Jetzt wisst ihr, wieso ich in Deutschland erst mal fasten muss wenn ich wieder da bin. Von wegen man nimmt in Asien ab.

Annyeong hi gase yo

안녕히 가세

Bye, Luisa

Luisa Schimainski

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